Geschichte von Dr. Hoeck

1904 - 1959

VogelDr. mont. h.c. Otto Vogel, langjähriger Mitarbeiter im Verein Deutscher Eisenhüttenleute und Träger der Carl-Lueg-Denkmünze, der höchsten Auszeichnung dieses durch seine Facharbeit in aller Welt so gut bekannten und hochgeschätzten Vereins, war es, der im Jahre 1918 zu ersten Male die Aufmerksamkeit der Fachleute auf einen bis dahin steifmütterlich behandelten Zweig der Eisen- und Stahltechnologie, das Beizwesen, lenkte.
HoeckKlar erkannte er, welchen großen Einfluss bestimmte Beizzusätze, für die er den Begriff "Sparbeize" prägte, auf die Vorgänge beim beizen ausüben, und legte die aus seinen Erkenntnissen zu ziehenden Folgerungen schon in seinem ersten Patent vom 11. Juni 1918 nieder.
"Von diesem Patent und einem grundlegenden Vortrag im Walzwerkausschuss des VDEh am 10. Mai 1919 bis heute war es ein langer Weg, der aber - je länger je mehr - die Richtigkeit eines erfinderischen Gedankens bezeichnete. Die Sparbeize hat sich in diesem Zeitraum die ganze Welt erobert."

Diesen Gedanken gab das geschäftsführende Vorstandsmitglied des VDEh, Dr.-Ing Dr. mont h.c. Otto Petersen, Düsseldorf, in einem Geleitwort zu einem großen wissenschaftlichen Werke Ausdruck, das Dr. Otto Vogel in zwei Bänden (Bd. I: Nichteisenmetalle, Bd. II Eisenwerkstoffe) unter dem Titel "Handbuch der Metallbeizerei" im Jahre 1938 und 1943 veröffentlichte.
Mit 83 Jahren, am 6. August 1946, ist Dr. Otto Vogel, den die Fachwelt mit vollem Recht als den Pionier des Beizwesens bezeichnet, nach reich gesegnetem Leben von uns gegangen; in seinem berühmtesten geistigen Kinde, Original Dr. Vogels Sparbeize, lebt sein Name fort.
Zur Erfindung in der stillen Studierstube gehört die Einführung und Verwertung neuer Erkenntnisse in der unendlich großen Zahl von großen und kleinen Betrieben.

BeizbuchEin alter Eisenhüttenmann aus dem Sauerland, der schon als Gymnasiast am Puddelofen arbeitete, erkannte die weit reichende technische und wirtschaftliche Bedeutung der Erfindung der Sparbeize. Max Hoeck war als Erzimporteur mit seinen internationalen Freundschaften bei den deutschen Werken gut bekannt; so gelang es ihm die erste Sparbeize überall in der Industrie einzuführen.
Die Beizer konnten buchstäblich aufatmen, und den Betriebsleitern wurden viele Sorgen erspart. Mit einem geringen Aufwand für Sparbeize ersparte die Industrie große Mengen Säure sowie an Eisen und Stahl, die der Volkswirtschaft vorher mit dem Abwasser verloren gingen.

Die von Dr. Vogel und Max Hoeck geleistete Arbeit lebt auch heute in der Firma Dr. Hoeck GmbH aus Bochum weiter.

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